Presse


01.03.2017

kunst:art

Im Hause Hegenbarths. Studenten setzen sich mit dem Werk von Josef Hegenbarth auseinander. Von Karolina Wrobel

Es ist eine ganz eigene Schule der Beobachtung, die es mit den Augen des Künstlers Josef Hegenbarth (1884-1962) zu entdecken gilt. In seinen Bildern nimmt er mal die Perspektive eines Voyeurs ein, mal die eines politischen Karikaturisten. Doch jedes Mal wird seine Hand von der präzisen Erinnerung an Stadträume, Situationen und Gesichter geleitet. Wo er sich auf die Wirklichkeit bezieht, da reichen wenige skizzenhafte Andeutungen, um den Moment einzufangen. Dagegen offenbaren seine Buch-Illustrationen, wie sehr Hegenbarth noch aus der Literatur und also damit aus einer fiktiven Welt Visualität schöpfen konnte. Die Spannweite seiner Arbeiten reicht vom Malerischen über den ruppigen Strich bis hin zur abstrakt anmutenden Skizze.

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17.01.2017

Neues Deutschland. Sozialistische Tageszeitung

Zeichnungen der Gegenwart. »Hegenbarth + 14« - in der Galerie Parterre. Von Klaus Hammer

Die Zeichnung versteht sich als unmittelbare Wahrnehmung dessen, was der Künstler spontan einfängt oder sich vorstellt. Es wird etwas festgehalten, was nur in diesem einen Augenblick so und nicht anders existiert. Als knappe Verkürzung auf das Wesentliche kann sich ihre Aussage dabei bis zur Chiffre verdichten. Durch Reduktion der Form mitunter bis zum Andeuten einiger weniger Striche ist der Zeichnung das Fragmentarische eigen. Einmal aber aufs Papier geworfen, überdauert das festgehaltene Sujet Künstler und Zeiten und gibt zugleich Aufschluss über den besonderen Zustand des Künstlers, in dem er sich befunden hat, seine Sichtweise, seine künstlerische Methode.


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08.12.2016

Berliner Zeitung

Teufels Großmutter. Und "Zwei auf einen Streich": Ausstellungen über den Zeichner Josef Hegenbarth

Zwei auf einen Streich! Das ist, in Abwandlung, ein Grimm′sches Märchen. Und es sind literarische Illustrationen von Josef Hegenbarth und Max Lingner. Ein Wechselspiel von Pinsel- und Federzeichnungen, Aquarellen und Lithografien wie auch illustrierte Bücher der beiden Künstler zu Werken der Weltliteratur, zu sehen in der Berliner Hegenbarth-Sammlung. Josef Hegenbarth (1884-1962 ) und Max Lingner (1888- 1959) lernten sich 1908 während ihres Studiums bei Carl Bantzer an der Dresdener Akademie kennen. Hegenbarth blieb nur kurz in der Klasse, Lingner beendete sein Studium 1914. Danach standen beide in Verbindung, wenngleich sich ihre Lebensläufe weit auseinanderbewegten. Hegenbarth blieb in Dresden, Lingner ging nach Paris, kehrte erst nach dem Krieg zurück - nach Ost-Berlin, wo er dann das große Wandbild am heutigen Finanzministerium in Mitte malte.
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22.10.2016

Neues Deutschland. Sozialistische Tageszeitung

Dramatische Welten. Literarische Illustrationen von Josef Hegenbarth und Max Lingner. Von Klaus Hammer

In Zusammenarbeit mit der Max-Lingner-Stiftung zeigt die Hegenbarth Sammlung Berlin in ihren Räumen in der Nürnberger Straße Aquarelle, Zeichnungen, Radierungen und Lithografien von Josef Hegenbarth zum »Nibelungenlied« , zu Goethes »Faust I«, zu dessen Ballade »Erlkönig« und Tierepos »Reineke Fuchs«, zu Schillers »Lied von der Glocke«, zu Grimms Märchen, zu Werken von Kleist, Hauff, Flaubert, Oscar Wilde und Gogol sowie Feder- und Pinselzeichnungen von Max Lingner zu Alexandre Dumas' Historienroman »Königin Margot« und »Der Graf von Monte Christo«, Victor Hugos letztem Roman »Dreiundneunzig«, Charles de Costers belgischem Nationalepos »Tyll Ulenspiegel« und Eugène Pottiers »Internationale«. Hier werden zwei bedeutende experimentierfreudige Buchkünstler präsentiert, die sich keineswegs nur eines textbegleitenden Illustrationsstils bedienen, sondern in der Auslegung des jeweiligen literarischen Stoffes markant ihre eigene Subjektivität durchsetzen.
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15.08.2015

Der Tagesspiegel

Maler Josef Hegenbarth. Auf leisen Flügeln. Eine private Berliner Sammlung widmet sich dem Werk des Malers Josef Hegenbarth und greift ein großes Thema seines Schaffens auf: Tiere. Von Christiane Meixner

Nicht weit vom Berliner Zoo versammelt sich in einem eher kleinen Gehege eine ziemliche Menagerie. Hier laufen Hunde übers Papier oder lassen sich gleich zum Geschäft nieder wie auf einer körnigen Schwarz-Weiß-Fotografie von Karin Székessy aus dem Jahr 1964. Ein winziger Elefanten stampft bei Ayse Erkmen durch die Savanne, sanfte Kühe mit überlangen, femininen Wimpern blicken einen aus den Aquarellen von Piotr Dluzniewski an. „Gestatten Sie bitte, daß ich liegen bleibe“, nennt der Künstler aus Köln seine feinen, in diesem Jahr entstandenen Blätter.
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